Einmal im Jahr platzt die Reitanlage Brass an der Syburger Straße aus allen Nähten: zum großen Sommerreitturnier des Zucht-, Reit- und Fahrvereins (ZRFV) Schwerte. Die diesjährige Auflage ist sogar eine besondere. Denn 1976 ging das erste Turnier auf Gut Kückshausen über die Bühne.

zum 40.Geburtstag

Die Reitanlage Brass wird derzeit auf Hochglanz poliert. Viele Helfer sind am Aufbau beteiligt. Am Wochenende steigt das große Reitturnier auf Gut Kückshausen.Foto: Bernd Paulitschke

 

Von Freitag bis Sonntag wird die Reitanlage an die Grenze ihrer Kapazität stoßen. 1750 Starts von etwa 600 Reitern an den drei Tagen sind ein Meldeergebnis, das Sportwart Jan-Dirk Brass als "sehr gut" bezeichnet. Bei fast allen Prüfungen ist die Obergrenze an Startplätzen erreicht – auch bei der anspruchsvollsten Prüfung, die am Sonntagnachmittag zweifellos den sportlichen Höhepunkt des Wochenendes bildet: eine Zwei-Sterne-Prüfung der Kategorie S. "Eine solche Prüfung hatten wir noch nie", sagt Brass nicht ohne Stolz und spricht von "einer sportlichen Aufwertung".

Am Sonntag ab 16 Uhr bildet diese Prüfung den Abschluss der dreitägigen Großveranstaltung, zu der Reiter aus ganz Westfalen erwartet werden – angeführt von der ehemaligen Deutschen Meisterin Eva Deimel, fast schon ein Stammgast des Turniers, und Markus Merschformann, Bundestrainer für Junioren und Junge Reiter.

"Die ganz großen Namen, die man vielleicht auch kennt, wenn man nicht unbedingt ein Reitsport-Experte ist, sind nicht dabei. Aber es kommen viele Reiter, die ihren Sport semiprofessionell betreiben und die richtig gut sind", sagt Jan-Dirk Brass.

Dass ein solches Turnier ohne Sponsorenhilfe nicht machbar wäre, versteht sich fast von selbst. Brass und seine Vorstandskollegen vom Schwerter Reiterverein sind froh über eine Reihe von treuen Gönnern, die zusammen ein Preisgeld in Höhe von immerhin 15.000 Euro beisteuern.

Das Geld ist das eine, die tatkräftige Unterstützung aus den eigenen Reihen die andere Komponente, ohne die die dreitägige Veranstaltung nicht denkbar wäre. "Es ist schon sehr ambitioniert, weil es eine Menge zu tun gibt – von der Betreuung des Toilettenwagens bis zum Parcours-Aufbau. Und man hat im Vorfeld immer ein paar Bedenken, ob auch alles funktioniert. Aber es klappt dann irgendwie doch immer", meint Brass. So wird es wohl auch diesmal wieder sein, im 40. Jahr des Turniers.

am 22. Juni 2016 von Michael Dötsch

Mit freundlicher Genehmigung der RN

   
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